Nachrichten zum Thema Europa

11.04.2021 in Europa

(Un)demokratischer Wandel in Ungarn - 27.04.2021

 

In einem Jahr sind in Ungarn Parlamentswahlen. Hat die lange zersplitterte Opposition überhaupt eine Chance? Was können Ungarn, die in Deutschland leben, für die Veränderung tun, und welche Erwartungen haben sie, wenn es um die deutsche Politik geht?

Darüber sprachen wir mit dem in Berlin lebenden Politologen und Historiker Adam Kerpel-Fronius, der sich seit 2017 für die junge, pro-europäische Oppositionspartei Momentum engagiert und die hiesige Gruppe von Momentum leitet.

In Ungarn, einst Vorbild unter den Transformationsländern Ostmitteleuropas, wird seit 2010 Viktor Orbán und seiner Fidesz-Partei regiert. Das Regime wird immer autoritärer: die demokratischen Institutionen werden immer mehr ausgehöhlt, die Sphäre von freien Medien und Wissenschaft immer mehr beschnitten. Auch die soziale Kluft wird immer größer: während Fidesz-nahe Oligarchen mit immer extravaganterer Korruption für Schlagzeilen sorgen, haben mittlerweile Hundertausende das Land in Richtung westliche EU-Länder verlassen.

12.05.2018 in Europa

Artikel aus der aktuellen Propagandistin - Finanzmarktkapitalismus und Nullzinspolitik

 

von Kolja Lummert 

Nach dem Börsencrash in den 2000er Jahren wird heute auf gefährliche Weise mit Geldern und Gütern spekuliert.  Welche Konsequenzen kann man politisch künftig vermeiden?
Jede*r Ökonom*in denkt gerne an die 60er Jahre zurück. Ein wesentlicher Grund dafür waren die enormen Investitionen in die Realwirtschaft, die damals so möglich wie nötig waren. Sie schufen Vollbeschäftigung und einen sozialen Wohlstand, den man zuvor so nicht kannte. Klar: Jede*r wollte einen Farbfernseher, ein Telefon, ein Auto, eine Waschmaschine - und all das musste von Menschen produziert werden.

 

28.03.2018 in Europa

Putins Russland: Einer gegen alle?

 

Mit einer spannenden Veranstaltung ging “Internationales im Kiez” gestern in die vierte Runde. Sarah Pagung von der DPAG diskutierte mit Jekaterina Trefilova aus der russischen Botschaft über Putin’s Russland. Jekaterina legte die Sicht der russischen Botschaft auf den Fall Skripal (keine russische Beteiligung), die Krim (“Eingliederung”) und den mangelnden Respekt des Westens gegenüber Russland dar. Sarah wiederum ordnete die Ereignisse akademisch ein. Im Hinblick auf Skripal sah sie eine ungewöhnlich harte Reaktion der Briten, die auf innenpolitische Beweggründe schließen ließe. Als wichtige Erklärung für die russische Außenpolitik nannte sie den völkerrechtswidrigen Kosovokrieg und bescheinigte Russland eine autoritäre Staatsführung mit plebiszitären Elementen.

13.04.2017 in Europa

Nationalismus oder Europa? – Frankreich am Scheideweg

 

19. April, 19 Uhr, August-Bebel-Institut (ABI), Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Während in letzter Zeit alle Augen auf die andere Seite des Atlantiks gerichtet scheinen, steht in unserem Nachbarland Frankreich eine Wahl bevor, die für die Zukunft Europas von entscheidender Bedeutung sein könnte.